NWG 1: Immersive Räume (Nachwuchs-AG)

AG Mitglieder: Florian Freitag (Amerikanistik; Sprecher), Céline Molter (Ethnologie), Laura Katharina Mücke (Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft), Helena Rapp (Geographie), Damien B. Schlarb (Amerikanistik), Elisabeth Sommerlad (Geographie), Clemens Spahr (Amerikansitik), Julia Stenzel (Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft), Dominic Zerhoch (Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft)

Thema der AG2 sind von Menschenhand gestaltete bzw. überformte Räume, die aus kommerziellen und/oder ästhetischen Gründen bei den Rezipienten ein Gefühl bzw. eine Erfahrung hervorzurufen versuchen, die gemeinhin mit der Metapher des Eintauchens in eine andere Welt (Immersion) beschrieben wird. Hierzu zählen u. A. Themenparks, thematisierte Geschäfte und Restaurants, Kreuzfahrtschiffe, Touristenorte, Videospiele und Performances im theatralen Kontext. Immersive Räume sind heute in einer Vielzahl unterschiedlicher Fachrichtungen Gegenstand intensiver Forschung, über die in der geplanten AG vertretenen (Amerikanistik, Theaterwissenschaft, Ethnologie und Geographie) hinaus etwa in der Geschichte, Filmwissenschaft, Architektur, Tourismuswissenschaft und Soziologie.

Obschon sich transdisziplinär wiederkehrende Themenkreise und z.T. auch durchaus ähnliche Beobachtungen und Schlussfolgerungen identifizieren lassen, ist die Forschung zu immersiven Räumen disziplinär versprengt und greift bestenfalls punktuell auf Erkenntnisse aus anderen, häufig benachbarten Fachrichtungen zurück. Holistischeren Zugangsweisen, wie sie von der Forschung bereits seit der Jahrtausendwende gefordert worden sind, stehen nicht zuletzt auch methodische Hindernisse im Weg, da Forscher oftmals nur auf die in ihrem jeweiligen Fach üblichen methodischen Handwerkszeuge zurückgreifen, mit denen sich jedoch bestenfalls Teilaspekte von immersiven Räumen analytisch erfassen lassen.

Im Fokus der AG sollen daher insbesondere methodologische Fragen zur Erforschung immersiver Räume stehen. Neben (1) einem interdisziplinären Methodenaustausch und (2) der Entwicklung neuer, transdisziplinärer Methoden sollen (3) auch die Erfahrung des Subjekts, insbesondere die des Forschers, im immersiven Raum sowie (4) praktische Herausforderungen bei der Erforschung immersiver Räume thematisiert werden.