Prof. Dr. Oliver Scheiding

SoCuM AG 1 / DFG FG 1939

Department of English and Linguistics
American Studies
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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55099 Mainz

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SoCuM-Projekt: Pluralismus, Grenzziehung und Gemeinschaftsbildung in nordamerikanischen religiösen Zeitschriften (Teilprojekt im Rahmen der 2013 eingerichteten DFG Forschergruppe FG 1939 Un/doing Differences. Praktiken der Humandifferenzierung)

Das Forschungsprojekt zu frühen nordamerikanischen religiösen Zeitschriften untersucht die Rolle, die die religiöse Presse beim Prozess der Grenzziehung zwischen einzelnen Konfessionen, Sekten und religiösen Bewegungen vor dem Sezessionskrieg spielte. Presseorgane sind an der Herausbildung populärer Meinungen beteiligt und daher im Zusammenhang mit der Entstehung von Gesellschaften und Gemeinschaften von großer Bedeutung: Die Presse definiert nicht nur, was Neuigkeitswert besitzt und reguliert zugleich die Verbreitung von Informationen, sondern sie bestimmt darüber hinaus wer auf welche Weise und über welche Inhalte spricht – insofern formt die Presse Anschauungen innerhalb von Diskurs-Gemeinschaften.
Das Projekt hinterfragt, in welchen Kontexten Zeitschriften ethnisch-religiöse Differenzen verstärken bzw. verringern und dabei Teilnehmerbündnisse und Gemeinschaftsbildung unterstützen. Das Projekt untersucht in diesem Zusammenhang auch die religiöse Presseindustrie in einer zunehmend pluralistischen Welt.

Forschungsinteressen
Early American studies, Zeitschriften Studien, die Geschichte des Buchs und des Lesens, materielle Kultur und Literaturwissenschaft

Wissenschaftlicher Werdegang
Oliver Scheiding ist Professor für American Studies und einer der Leiter des Programms American Literature der Johannes Gutenberg University Mainz. 1994 promovierte er in Amerikanischer Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. Als Fulbright- und DAAD-Stipendiat war er als Gastprofessor an der University of Maryland, College Park, an der Washington University, Seattle und an der York University, Toronto. Er ist Herausgeber der Zeitschrift Amerikastudien – American Studies der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien. Als einer der Herausgeber betreut er weiterhin die Schriftenreihe MOSAIC: Studien und Texte zur amerikanischen Kultur und Geschichte. Derzeit leitet Oliver Scheiding ein DFG-gefördertes Forschungsprojekt zu Amerikanischen Zeitschriften; Teil dieses Projekts ist die Auslotung des umfassenden Netzwerks zwischen Druck, Wissen und Kommunikationen in der „atlantischen Welt“ des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts.

Publikationen (Top 5)

2014
Worlding America: A Transnational Anthology of Short Narratives Before 1800. Stanford: Stanford UP. (Im Erscheinen)
2013
A Peculiar Mixture: German-Language Cultures and Identities in Eighteenth-Century North America. The Max Kade Institute German-American Research Series. University Park, PA: Penn State University Press.
2012
New Historicism and Discourse Analysis. In: M. Middeke et al. (Hrsg.): English and American Studies: Theory and Practice. Stuttgart: Metzler. S. 204-208.
2011
Diskurse und Praktiken: Zur Literaturwissenschaft im Spiegel der neuen Kultursoziologie. In: O. Scheiding, F. Obenland und C. Spahr (Hrsg.): Kulturtheorien im Dialog: Neue Positionen zum Verhältnis zwischen Text und Kontext. Berlin: Akademieverlag.
2010
Native American Studies Across Time and Space: Essays on the Indigenous Americas. American Studies – A Monograph Series. Heidelberg: Winter.