Prof. Dr. Mita Banerjee

AG 1 / DFG-FG 1939, Sprecherin AG 3, AG 5

Department of English and Linguistics
American Studies
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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55099 Mainz

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SoCuM-Projekt: „Indian Gaming: Indianische Casinos zwischen Recht und Repräsentation“
(Im Rahmen von AG 3, in Kooperation mit Michael Bachmann, Dieter Dörr, Anton Escher, Franz Rothlauf und Elke Wagner)

Mit der Präsenz „indianischer Casinos“ scheint sich gegenwärtig ein grundlegender Wandel in den indianisch-amerikanischen Beziehungen abzuzeichnen. Erstmals seit ihrer „Kolonisierung“ durch die Siedlergesellschaften erwirtschaften indianische Nationen das „Kapital“, ihr eigenes Bild prägen zu können. Grundlegend hierfür sind die Casinos, die indianische Nationen aufgrund ihres spezifischen Rechtsstatus innerhalb der USA souverän betreiben. Diese stellen, bezogen auf das Verhältnis von Recht und Repräsentation, einen mehrschichtigen Ort dar: Erstens sind Casinos als „reale“ Orte der Schauplatz ökonomischen Gewinns und Verlusts. Als Orte der Repräsentation dienen sie zweitens als konkrete Bühnen für kulturelle Aufführungen wie Powwows und als Bühnen im übertragenen Sinne, insofern sie selbst „indianische Identität“ inszenieren und Akteure sich in ihnen auf bestimmte Weise verhalten. Drittens sind sie repräsentierte Orte, das heißt, sie tauchen in künstlerischen, juristischen, journalistischen, und akademischen Diskursen – sowie in unterschiedlichen medialen Formen vom Buch bis zum Internet – auf.
Die triadische Verschränkung von „indianischen Casinos“ als realem Ort, Ort der Repräsentation und repräsentiertem Ort ist Gegenstand der geplanten Forschergruppe, die Disziplinen der Amerikanistik, der Theaterwissenschaft, der Kulturgeographie, der Rechtswissenschaft, der Wirtschaftswissenschaften und der Mediensoziologie zusammenführt.

Forschungsinteressen
American Renaissance, Naturalism, Ethnic American literature, Indigenous Studies, Life Writing, Critical Race Theory, Whiteness Studies, South Asian Diasporic Film und Bollywood Cinema

Wissenschaftlicher Werdegang
Mita Banerjee ist seit 2010 Professorin für Amerikanistik und noch bis 2015 Gutenberg Research Fellow an der Universität Mainz. Zuvor war sie an der Universität Siegen Professorin für Nordamerikanische Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Von 2000 bis 2002 war sie als Emmy Noether-Stipendiatin Research Fellow an der UC Berkeley. Am Englischen Seminar der Universität Mainz war sie Hochschuldozentin und Mitarbeiterin. 2003 erlangte sie ihre Habilitation und 1999 ihre Promotion ebenfalls an der Universität Mainz. 1996 schloss sie ihr Magisterstudium der Amerikanistik, Anglistik und der Slavischen Philologie (Russisch) an der Universität Mainz ab.

Publikationen (Top 5)

2013
Color Me White: Naturalism/Naturalization in American Literature. Heidelberg: Winter.
2009
Roots Trips and Virtual Ethnicity: Jonathan Safran Foer’s Everything Is Illuminated. In: Udo Hebel (Hrsg.): Transnational American Memories. Berlin: DeGruyter.
2008
Ethnic Ventriloquism: Literary Minstrelsy in Nineteenth-Century American Literature. Heidelberg: Winter.
2005
Race-ing the Century. Heidelberg: Winter.
2002
The Chutneyfication of History: Salman Rushdie, Michael Ondaatje, Bharati Mukherjee and the Postcolonial Debate. Heidelberg: Winter.