Prof. Dr. Alfred Hornung

SoCuM AG 3

Department of English and Linguistics
American Studies
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Raum 01-597
Jakob-Welder-Weg 1
55099 Mainz

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SoCuM-Projekt: ChinAmerica: Global Affairs and Planetary Consciousness
(im Rahmen der SoCuM AG 3)

Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung interkultureller Beziehungen zwischen China und den USA seit der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen wie der Gründung der Republik China 1912, der Kulturrevolution der 1960er und des Öffnungsprozesses der 1980er Jahre verfolgt das Projekt die Spuren kultureller Interaktionen anhand dreier ausschlaggebender Momente, die in engem Zusammenhang mit den drei großen Bewegungen in der Literatur und den Künsten stehen: Moderne, Postmoderne und Neorealismus. Dabei wird angenommen, das sowohl zufällige als auch geplante kulturelle Handlungen den Weg bereitet haben, um eine enge Kooperation der beiden Länder prognostizieren zu können, ein transkulturelles „ChinAmerica“ des einundzwanzigsten Jahrhunderts.
Mit dem Transnational American Studies Ansatz soll die kulturelle Arbeit von Schlüsselfiguren der drei genannten Epochen untersucht werden, zum Beispiel von Sun Yat-sen und Ezra Pound, Mao Tse-tung und Andy Warhol, von Parteivorsitzendem Mao und Barack Obama. Dabei soll die Verbindung zwischen zwischen chinesischem und amerikanischem Kunstschaffen auf vier Ebenen untersucht werden.
Untersucht werden (1) die transnationale Interaktion von Politik und Kultur, (2) innovative transkulturelle Produktionsformen, (3) das Entstehen eines globalen Bewusstseins, sowie (4) ethisches Handeln und transkulturelles life writing.

Forschungsinteressen
Transnational American Studies, transkulturelles Life Writing, transkulturelle Ökologie, Life Writing und Lebenswissenschaften

Wissenschaftlicher Werdegang
Alfred Hornung ist seit 1988 Professor für Amerikanistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er hat Gastprofessuren an verschiedenen europäischen, amerikanischen, kanadischen und chinesischen Universitäten wahrgenommen. Er war Fellow in Harvard, Yale und am National Humanities Center in North Carolina und ist Mitglied des Center for Cross-cultural studies an der Peking University. Seine Veröffentlichungen liegen im Bereich des Modernismus, Postmodernismus, Life Writing, interkulturelle und transkulturelle Studien. Er ist Herausgeber und im Herausgebergremium verschiedener Zeitschriften, u.a. Journal of Transnational American Studies, Atlantic Studies und Contemporary Foreign Literature (Nanjing). Er war Präsident von MESEA und der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien und ist Herausgeber ihrer Schriftenreihe. Seit 2008 ist er gewähltes Mitglied des Fachkollegiums Literaturwissenschaft der DFG. Von 2011-2013 war er Vorsitzender der Bewertungsgruppe für das Forschungsrating Anglistik / Amerikanistik des Wissenschaftsrats. 2013 wurde ihm der Carl Bode-Norman Holmes Pearson Prize der American Studies Association für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Amerikastudien in Washington verliehen.

Publikationen (Top 5)

2014
(mit Donald Pease, Hrsg.:) „ChinAmerica.“ Transnational American Studies in Theory and Practice. Hanover, NH: Dartmouth College Press.
2013
(mit Carsten Heinze:) Medialisierungsformen des (Auto-)Biographischen. Konstanz: UVK.
2013
(mit Zhao Baisheng:) Ecology and Life Writing. Heidelberg, Winter Verlag.
2013
American Lives. Heidelberg: Winter Verlag.
2009
(Coral Ann Howells und Eva-Marie Kröller, Hrsg.:) „Transcultural Life Writing.“ The Cambridge History of Canadian Literature. Cambridge: Cambridge UP. S. 536-555.