Kathrin Tiewa, M.A.

SoCuM Doktorandin, Förderzeitraum 2009-2013

Institut für Ethnologie und Afrikastudien
Johannes Gutenberg-Universität Main
Forum Universitatis 6
55099 Mainz

Tel. 06131-39-23215
E-Mail: KathrinTiewa@googlemail.com
Website



Dissertations-Projekt: „The Lion and his Pride“. The Politics of Commemoration in Cameroon
Im Fokus des Dissertationsprojektes stehen Differenzierungsmechanismen in Kamerun vor dem Hintergrund des goldenen Jubiläums der Unabhängigkeit. Die äußerst komplexen kolonialen Zusammenhänge der Geschichte des Landes sowie Machtspiele zwischen politischen Gruppen – die soziale und politische Begriffsbasis zu „Freiheit“ und „Einheit“ wird auch heute nach fünfzig Jahren Unabhängigkeit nicht landesweit einheitlich definiert – gelten mitunter als Ursache inter-ethnischer Differenzierungen. Auch spielt der linguistische Faktor in diesem Zusammenhang eine nicht unbedeutende Rolle. Das Zusammenleben der vielfältigen kamerunischen Ethnien und besonders der Frankophonen und Anglophonen, stellt ein hoffnungsvolles sozio-ökonomisches Potential dar und ist im Rahmen des Projektes der Ausgangspunkt der Untersuchungen.

Forschungsinteressen
Nationalfeiern; Erinnerungskultur; Kommemorationspolitik; Soziolinguistik; Stadt- und Jugendsprachen

Wissenschaftlicher Werdegang
Seit Ende 2009 arbeitet Kathrin Tiewa als Promotionsstipendiatin von SOCUM im Rahmen des Ethnologie-Projekts „Erinnerungspolitik und Nationalfeiern in Afrika“ am Beispiel Kamerun. Sie studierte von 2006 bis 2009 in Mainz Afrikanische Philologie und von 2003 bis 2006 in Köln Afrikanistik. Ihre Magisterarbeit „Stadtsprachen im Südlichen Kamerun. Eine linguistische und soziolinguistische Analyse der Varietäten Cameroonian Pidgin English und Camfranglais” wurde 2010 mit dem Sulzmann-Preis „für herausragende Abschlussarbeiten am Institut für Ethnologie und Afrikastudien“ ausgezeichnet.

Publikationen

2011
Umstrittene Nationalfeiertage. Das Cinquantenaire in Kamerun. In: Carola Lentz und Godwin Kornes (Hrsg.): Staatsinszenierung, Erinnerungsmarathon und Volksfest. Afrika feiert 50 Jahre Unabhängigkeit. Brandes&Apsel: Frankfurt am Main. S. 59-74.
2011
„Kamerun“. In: Carola Lentz (Hrsg.): Afrika@50. Vor-Ort-Berichte von den Unabhängigkeitsjubiläen in Kamerun, Madagaskar, DR Kongo, Benin, Côte d’Ivoire, Gabun, Mali, Nigeria und Burkina Faso. Arbeitspapiere des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Working Papers of the Department of Anthropology and African Studies of the Johannes Gutenberg University Mainz) 126. Link
2010
Zum Cinquantenaire Kameruns: Ausgewählte Slogans in der Kritik. In: Zeitgeschichte-online, Mai 2011. Link
2010
Kamerun und das Goldene Jubiläum der Unabhängigkeit“. In: Mondial 16/2. S. 6-8.