Ehemalige AGs

AG Die öffentliche Konstitution von Minderheiten

Mitglieder: Kai Arzheimer (Politikwissenschaft), Stefan Aufenanger (Medienpädagogik), Detlef Garz (Pädagogik), Marina Hennig (Soziologie), Jörg Meibauer (Sprachwissenschaft des Deutschen), Bernd Meyer (Interkulturelle Kommunikation / Allgemeine Kulturwissenschaft), Arne Niemann (Politikwissenschaft)

Die Arbeitsgruppe untersuchte eine bestimmte Art sozialer Differenzierung, nämlich die Entstehung bzw. Erzeugung und die Behandlung von Mehrheiten und Minderheiten und deren öffentliche Ausdrucks- und Aktionsformen. Die Unterscheidung von Mehrheiten und Minderheiten impliziert eine relational-quantitative Perspektive. Eine solche Perspektive wird v. a. dann sozial relevant, wenn aus einer quantitativen Relation normative Formen abgeleitet werden – etwa Regeln über die soziale Besser- oder Schlechterstellung einer als Mehrheit bzw. Minderheit identifizierten Gruppe. Die demokratischen Prinzipien der Mehrheitsentscheidung und des Minderheitenschutzes sind einschlägige Beispiele für solche normativen Konsequenzen.

AG Indigenous Studies

Mitglieder: Mita Banerjee (Amerikanistik); Michael Bachmann (Theaterwissenschaft), Anton Escher (Geographie), Dieter Dörr (Rechtswissenschaft), Franz Rothlauf (Wirtschaftsinformatik) und Elke Wagner (Mediensoziologie)

AG Diskurs — Macht — Wissen. Konstruktionen von Ungleichheit

Mitglieder: Annemarie Ambühl (Klassische Philologie), Antje Dresen (Sportsoziologie; AG-Sprecherin), Florian Freitag (Amerikanistik), Marion Gindhart (Altertumswissenschaften/Paradigma Alte Welt), Thorsten Hindrichs (Musikwissenschaft), Claudia Steinberg (Sportpädagogik)

Die Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit den kulturellen, ästhetischen, symbolischen und sozialen Dimensionen von Ungleichheit im Lichte der Verwobenheit von Macht und Wissen. Ungleichheit wird als Ausgangspunkt, aber auch als Effekt kommunikativer Praktiken, sozialer Strukturen und deren Wahrnehmungen gedeutet, die eng mit gesellschaftlichen Phänomenen des Rechts, der Politik, der Wirtschaft, der Kultur, Kunst und Literatur, der Sprachverwendung und Herrschaft gekoppelt sind. Im Mittelpunkt des Interesses standen (diskursive) Konstruktionen von Ungleichheit der Gegenwart und der Vergangenheit sowie aus vergleichenden Perspektiven über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg.

AG Performance & Media Studies

Mitglieder: Michael Bachmann (Theaterwissenschaft), Mita Banerjee (Amerikanistik), Oksana Bulgakowa, Norbert Grob (Filmwissenschaft/Mediendramaturgie), Stefan Hirschauer (Soziologie), Alfred Hornung (Amerikanistik), Herbert Kalthoff (Soziologie), Friedemann Kreuder (Theaterwissenschaft), Matthias Krings (Ethnologie), Anja Müller-Wood (Anglistik), Damaris Nübling (Germanistik), Klaus Pietschmann (Musikwissenschaft), Véronique Porra (Romanistik), Joseph Rauscher (Philosophie), Bernhard Reitz (Anglistik), Karl N. Renner (Publizistik), Oliver Scheiding (Amerikanistik), Brigitte Schultze (Slavistik), Bernhard Spies (Germanistik), Julia Stenzel (Theaterwissenschaft), Elke Wagner (Soziologie)

Im Zentrum des Interesses der Arbeitsgruppe stand die performative Selbstversicherung von Gesellschaft und Kulturen durch Live-Aufführungen und mediale Performances. Die Arbeitsgruppe widmete sich dem doppelseitig gelagerten Forschungsdesiderat, soziokulturelle Voraussetzungen performativer und medialer Darstellung zu erforschen, und dabei zugleich nachzuvollziehen, inwieweit sich das Soziale und das Kulturelle überhaupt erst in Aufführungen – seien diese vornehmlich live oder medial vermittelt – konstituieren.